Digitale Schließzylinder
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iLOQ Key Fob für Schließsystem der iLOQ 5-Serie
ABUS CYLOX CFZ4100NM Halb-, Knauf-, Doppelzylinder
Digitale Schließzylinder – auch Digitalzylinder oder elektronische Schließzylinder genannt – sind moderne, batteriebetriebene Zylinder, die eine schlüssellose Zutrittskontrolle ermöglichen. Sie ersetzen den mechanischen Zylinder in der Tür und werden mit elektronischen Identmedien wie Transpondern (RFID-Chip) oder Schlüsselkarten betrieben.
Im Gegensatz zu klassischen Schließzylindern ermöglichen digitale Schließzylinder eine präzise, zeitlich steuerbare und vollständig nachvollziehbare Vergabe von Zutrittsrechten – ohne Schlüssel nachmachen, umcodieren oder austauschen zu müssen. Berechtigungen werden auf dem Transponder oder im Zylinder gespeichert, was den Betrieb auch vollständig offline und ohne Netzwerkinfrastruktur ermöglicht.
Moderne Digitalzylinder für Gewerbe, Büros & Kommunen
Digitale Schließzylinder sind ein zentraler Bestandteil moderner elektronischer Schließanlagen. Besonders in größeren Objekten wie Bürokomplexen, Wohnheimen, Industrieanlagen oder Campus-Bereichen zeigen sie ihre Stärken: hohe Flexibilität, detaillierte Protokollierung und deutliche Reduzierung des Verwaltungsaufwands.
Wirtschaftlich betrachtet sind digitale Schließsysteme langfristig sehr attraktiv. Die Wartungskosten sind planbar, Schlüsselverluste gehören der Vergangenheit an und Themen wie Nachvollziehbarkeit, Versicherungsschutz und DSGVO-Konformität werden automatisch erfüllt.
Benötigen Sie eine passende Lösung für Ihre digitale Zutrittskontrolle? Fordern Sie jetzt unverbindlich ein individuelles Angebot an oder lassen Sie sich direkt telefonisch von unseren Experten beraten – wir finden die optimale Lösung für Ihr Objekt.
Digitale Schließzylinder überzeugen durch ihre Kombination aus Sicherheit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit. Im Vergleich zu klassischen mechanischen Zylindern bieten sie Unternehmen klare Vorteile im täglichen Betrieb:
- Zeitlich steuerbare Zutrittsrechte – Berechtigungen können tage-, stunden- oder schichtgenau vergeben und automatisch ablaufen lassen
- Sofortiges Entziehen von Rechten – Bei Mitarbeiterwechsel oder Verlust eines Transponders kann der Zugang augenblicklich gesperrt werden
- Vollständige Zutrittsprotokollierung – Jede Türöffnung wird mit Zeit, Person und Tür dokumentiert (DSGVO-konform)
- Kein Schlüsselmanagement mehr – Kein Nachbestellen, Umcodieren oder physischer Schlüsseltausch nötig
- Hohe Manipulationssicherheit – AES-Verschlüsselung, Bohrschutz und elektronische Überwachung
- Skalierbarkeit – Geeignet für einzelne Türen bis hin zu großen Objekten mit hunderten Zylindern
- Planbare Betriebskosten – Lange Batterielaufzeiten und geringer Wartungsaufwand sorgen für kalkulierbare Gesamtkosten
Durch diese Vorteile eignen sich digitale Schließzylinder besonders für Unternehmen, die Wert auf effiziente Prozesse, hohe Sicherheit und geringe laufende Kosten legen.
Digitale RFID-Schließzylinder arbeiten nach zwei grundlegenden Prinzipien, die sich in der Art der Berechtigungsspeicherung unterscheiden. Die Wahl des richtigen Systems hängt von der Objektgröße, der Nutzerzahl und dem gewünschten Verwaltungsaufwand ab:
Data-on-Card (Berechtigungen auf dem Transponder)
Die Zutrittsberechtigungen werden direkt auf dem Transponder oder der RFID-Karte gespeichert. Der Zylinder liest beim Öffnen die Berechtigung aus – vollständig offline, ohne Verbindung zu einem Server. Berechtigungsänderungen werden über Update-Terminals (sog. Schwarze Bretter) auf die Transponder aufgespielt.
Ideal für: Mittlere Objekte mit stabiler Nutzerstruktur, Standorte ohne IT-Infrastruktur, schrittweise Modernisierung.
Typische Systeme: ABUS TECTIQ Data-on-Card, SimonsVoss MobileKey
Data-on-Door (Berechtigungen im Zylinder)
Berechtigungen werden direkt im Zylinder hinterlegt und per Programmiersoftware oder Update-Terminal aktualisiert. Jeder Zylinder kennt alle berechtigten Transponder – auch ohne Netzwerkverbindung.
Ideal für: Objekte mit wenigen, fest definierten Nutzern und hohem Sicherheitsbedarf.
Typische Systeme: SimonsVoss SmartHandle, ABUS wAppLoxx (Offline-Variante)
Technische Merkmale im Überblick
- RFID-Technologie 13,56 MHz (Mifare Classic / DESFire) oder 125 kHz (EM4102, HID)
- Identmedien: Transponder, RFID-Karte, Schlüsselanhänger, Armband
- Vollständig offline betreibbar – keine Netzwerkinfrastruktur nötig
- Einbau im Standard-Europrofil – kein Bohren, kein Umbau
- Batterielaufzeit 2–3,5 Jahre bei ca. 10–20 Öffnungen täglich
- Brandschutzzulassung für T30/T90-Türen verfügbar
- Wetterfeste Ausführungen für Außentüren (IP54 / IP65)
- Hybride Systeme: Kombination mit mechanischen Zylindern möglich
Benötigen Sie Smartphone-basierte Öffnung per NFC oder cloud-basierte Echtzeit-Verwaltung? Dann sind unsere NFC-Schließzylinder die passende Lösung.
Die Wahl des richtigen Systems hängt weniger von der Technologie ab als von den konkreten Anforderungen Ihres Objekts. Die folgende Entscheidungshilfe zeigt, welches System für welches Szenario am besten geeignet ist:
| Szenario | Empfohlenes System | Warum |
|---|---|---|
| Bis 5 Türen, stabiles Team, kein IT-Netzwerk | Data-on-Card (ABUS TECTIQ, SimonsVoss MobileKey) | Einfach, offline, kein Verwaltungsaufwand |
| 10–50 Türen, wechselndes Personal, Schichtbetrieb | Data-on-Card mit Update-Terminal | Berechtigungen flexibel über schwarzes Brett aktualisierbar |
| 50+ Türen, mehrere Standorte, hohe Nutzerfluktuation | NFC-Schließzylinder mit Cloud (z. B. iLOQ S50) | Echtzeit-Verwaltung, standortübergreifend, batterieloses System |
| Außentüren, Wetterschutz erforderlich | Zylinder mit IP65 oder höher (z. B. ABUS TECTIQ Außen) | Geprüfte Schutzklasse für Feuchtigkeit und Staub |
| Brandschutztüren (T30/T90), Fluchtwege | Zugelassene Zylinder mit Panikfunktion (EN 179 / EN 1125) | Gesetzlich vorgeschriebene Zulassung für Flucht- und Rettungswege |
| Hoher Sicherheitsbedarf, Serverraum, Tresorraum | SKG-zertifizierter Zylinder (SKG** oder SKG***) | Geprüfter Einbruchschutz nach SKG-Norm, Bohrschutz integriert – für Versicherungsanforderungen im Gewerbe |
| Kein Batteriewechsel gewünscht, viele Zylinder | iLOQ S50 (batterieloses NFC-System) | Energie direkt aus NFC-Feld – kein Wartungsaufwand |
Nicht sicher? Unsere Experten analysieren Ihren Bedarf kostenlos und empfehlen das wirtschaftlichste System für Ihr Objekt – von der Einzeltür bis zur kompletten Schließanlage.
Für gewerbliche Objekte, öffentliche Ausschreibungen und versicherungsrelevante Bereiche sind Normen und Zertifizierungen entscheidende Kaufkriterien. Die wichtigsten im Überblick:
DIN 18252 – Profilzylinder
Definiert die mechanischen Anforderungen an Profilzylinder – Maße, Festigkeit, Schlüsselanzahl. Hochwertige digitale Schließzylinder erfüllen DIN 18252 und sind damit in alle normkonformen Schließbleche einbaubar.
SKG* / SKG** / SKG*** – Einbruchschutz
Die niederländische SKG-Zertifizierung (vergleichbar mit WK-Klassen) prüft den mechanischen Einbruchschutz: Bohrschutz, Ziehschutz, Manipulationsschutz. SKG*** entspricht der höchsten Schutzklasse und ist Voraussetzung für viele Versicherungsverträge im Gewerbebereich. Achten Sie beim Kauf auf die jeweiligen SKG-Zertifizierungsangaben des Herstellers.
WK2 / WK3 – Widerstandsklassen (EN 1627)
Die europäische Norm EN 1627 definiert Widerstandsklassen (WK) für Türen und Schließzylinder. WK2 schützt gegen körperliche Gewalt, WK3 gegen Werkzeugeinsatz. Für Gewerbe- und Versicherungsanforderungen ist mindestens WK2 empfohlen.
EN 179 / EN 1125 – Panikfunktion
Pflicht für Flucht- und Rettungswege: EN 179 gilt für Türen in Bereichen mit ausgebildetem Personal (z. B. Büros), EN 1125 für Türen die von Unbeteiligten passiert werden (z. B. Publikumsbereiche). Digitale Schließzylinder für Fluchttüren müssen diese Zulassung zwingend mitbringen.
EN 13849 – Sicherheit von Steuerungssystemen
Relevant für elektronische Zutrittssysteme mit Steuerungskomponenten – z. B. bei vernetzten Online-Systemen. Definiert Anforderungen an Ausfallsicherheit und Fehlertoleranz der Steuerungselektronik.
IP-Schutzklassen (IP54 / IP65 / IP67)
Die IP-Schutzklasse gibt an, wie gut ein Zylinder gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt ist. IP54 (Spritzwasser) für überdachte Außenbereiche, IP65 (Strahlwasser) für exponierte Außentüren, IP67 (kurzzeitiges Untertauchen) für besonders raue Umgebungen. Die genaue Schutzklasse entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Produktdatenblatt.
Für öffentliche Ausschreibungen: Achten Sie auf Zylinder die mindestens DIN 18252, EN 1627 WK2 und – bei Fluchtwegen – EN 179 oder EN 1125 erfüllen. Wir beraten Sie gerne zu den Anforderungen Ihres Objekts.
Die Nachrüstung mit digitalen Schließzylindern ist in den meisten Fällen deutlich einfacher als erwartet. In der Regel kann eine Tür innerhalb von 10–15 Minuten umgerüstet werden – ohne Stemmarbeiten, ohne Verkabelung und ohne großen Eingriff in die Tür.
So läuft die Nachrüstung Schritt für Schritt ab
- Bestandsaufnahme & Messung
Vorhandenen Zylinder ausmessen: Länge innen/außen (A/I-Maß), Profil und Schließrichtung bestimmen - Systemauswahl
Passendes System je nach Objektgröße und Anforderung wählen (z. B. ABUS TECTIQ, SimonsVoss MobileKey, iLOQ) - Ausbau des alten Zylinders
Mechanischen Zylinder mit Schlüssel entriegeln und herausziehen - Einbau des digitalen Schließzylinders
Neuen Zylinder einsetzen und mit vorhandener Schließrosette befestigen - Inbetriebnahme & Programmierung
Zylinder per Software oder Update-Terminal programmieren, erste Transponder freischalten
Was bei der Nachrüstung zu beachten ist
- Türkompatibilität – Standard-DIN-Türen aus Holz, Aluminium oder Stahl sind problemlos nachrüstbar
- Zylinderlänge – A/I-Maß der Tür sorgfältig messen inkl. Rosetten und Beschlägen
- Brandschutz & Fluchtweg – Bei T90-Türen und Fluchtwegen zugelassene Zylinder mit Panikfunktion (EN 179 / EN 1125) verwenden
- Batterieversorgung – Batteriebetriebene Systeme für die meisten Objekte; wartungsfreie Systeme wie iLOQ für Objekte mit vielen Zylindern
- Update-Terminal planen – Für Data-on-Card-Systeme ein Update-Terminal einplanen, über das Transponder aktualisiert werden
Starten Sie mit kritischen Türen und bauen Sie das System schrittweise aus – digitale Schließzylinder lassen sich jederzeit um weitere Türen und Nutzer erweitern.
Digitale RFID-Schließzylinder eignen sich besonders dort, wo eine stabile Nutzerstruktur besteht, keine permanente Netzwerkverbindung vorausgesetzt werden kann oder eine schrittweise Modernisierung bestehender Anlagen gewünscht ist.
- Büro- und Verwaltungsgebäude – Einzelbüros, Etagenzugänge und Serverräume
- Wohnheime & Studentenwohnungen – Haupteingänge, Wohnungstüren und Gemeinschaftsräume
- Industrie- und Produktionsanlagen – Werkshallen, Lagerbereiche und sensible Maschinenräume
- Logistik- und Lagerzentren – Hallenzugänge, Außentore und Gefahrgutbereiche
- Öffentliche Einrichtungen & Kommunen – Rathäuser, Schulen, Kindergärten und Sportstätten
- Hotels & Pflegeeinrichtungen – Zimmerzugänge und Personalbereiche ohne Cloud-Anbindung
- Bestandsimmobilien & Sanierungen – Nachrüstung ohne Eingriff in Bestandstüren
- Firmen mit mehreren Standorten – Einheitliche Zutrittslösung mit zentraler Verwaltungssoftware
Besonders in sensiblen Bereichen wie Rechenzentren, Laboren, Produktionsstätten oder öffentlichen Gebäuden bieten digitale Schließzylinder die notwendige Nachvollziehbarkeit und DSGVO-Konformität, die mechanische Systeme nicht erreichen können.
Was ist der Unterschied zwischen digitalen und NFC-Schließzylindern?
Digitale Schließzylinder arbeiten primär mit RFID-Transpondern und Schlüsselkarten – vollständig offline und ohne Smartphone-Pflicht. NFC-Schließzylinder nutzen die modernere NFC-Technologie (13,56 MHz, bidirektional) und ermöglichen zusätzlich die Öffnung per Smartphone sowie cloud-basierte Echtzeit-Verwaltung. Für Objekte ohne IT-Infrastruktur oder mit vielen Nutzern ohne NFC-Smartphone sind digitale RFID-Zylinder die pragmatischere Wahl.
Wie lange hält die Batterie eines digitalen Schließzylinders?
Bei normaler Nutzung (ca. 10–20 Öffnungen täglich) halten hochwertige Modelle zwischen 2 und 3,5 Jahren. Das System gibt rechtzeitig eine Batteriewarnung aus. Für Objekte mit vielen Zylindern empfehlen sich wartungsfreie Systeme wie iLOQ, die Energie direkt aus dem Transponder gewinnen.
Können digitale Schließzylinder in jede Tür nachgerüstet werden?
In den meisten Fällen ja. Sie passen in nahezu alle Standardtüren (Holz, Aluminium, Stahl) mit gängigen Europrofilen. Bei Brandschutztüren (T90) oder Flucht- und Rettungswegen müssen spezielle zugelassene Modelle mit Panikfunktion (EN 179 / EN 1125) verwendet werden.
Welche Sicherheitszertifizierung sollte ein digitaler Schließzylinder haben?
Für gewerbliche Objekte empfehlen sich Zylinder mit SKG**-Zertifizierung oder höher (SKG***), da viele Versicherungsverträge dies voraussetzen. Für öffentliche Ausschreibungen ist zusätzlich DIN 18252 und EN 1627 WK2 relevant. Bei Außentüren sollte die IP-Schutzklasse mindestens IP54 betragen.
Funktionieren digitale Schließzylinder ohne Internet oder Netzwerk?
Ja – das ist ein wesentlicher Vorteil von RFID-Systemen nach dem Data-on-Card-Prinzip. Berechtigungen werden auf dem Transponder gespeichert und direkt am Zylinder geprüft. Änderungen werden über Update-Terminals aufgespielt – ohne Internetverbindung. Systeme wie ABUS TECTIQ oder SimonsVoss MobileKey sind vollständig offline betreibbar.
Was passiert, wenn ein Transponder verloren geht?
Der verlorene Transponder wird zentral in der Verwaltungssoftware gesperrt. Beim nächsten Update-Vorgang wird die Sperrung auf alle Zylinder übertragen. Ein Austausch der Zylinder ist nicht nötig – ein großer Kostenvorteil gegenüber mechanischen Systemen.
Wie hoch sind die Kosten für digitale Schließzylinder?
Die Anschaffungskosten liegen höher als bei mechanischen Zylindern, rechnen sich jedoch durch geringeren Wartungsaufwand, keine Schlüsselverlustkosten und deutlich reduzierte Folgekosten meist schon nach wenigen Jahren. Hinzu kommt: Ein verlorener Schlüssel in einem mechanischen System kann eine komplette Anlage unbrauchbar machen – bei digitalen Systemen reicht ein Klick zum Sperren.
Können digitale und mechanische Zylinder in einer Anlage kombiniert werden?
Ja. Viele Hersteller bieten hybride Lösungen an, bei denen digitale und mechanische Zylinder in derselben elektronischen Schließanlage kombiniert werden. So ist eine schrittweise Modernisierung einzelner Türen möglich, ohne die gesamte Anlage auf einmal umrüsten zu müssen.
Haben Sie Fragen zum Thema digitale Schließzylinder mit RFID-Chip? Unser Team berät Sie kostenlos – von der Systemauswahl über die Zylinderlänge bis hin zur vollständigen Schließanlage mit Transponder-Technologie.
Kontaktieren Sie uns unter vertrieb@expert-security.de oder telefonisch unter 0421 83570930. Wir erstellen Ihnen gerne ein individuelles Angebot für Ihre digitale Schließanlage.